…zu sein, ist sicher nicht einfach, aber wenn man auch noch den IQ eines Knäckebrotes hat, wird’s tragisch!
Sehe ich ein. Hab’ ich Verständnis für.
Aber warum ich?
Warum kann ich nicht einfach meiner Nebenbeschäftigung nachgehen, ohne mir
- Scheidungsgeschichten,
- Ex-Freundinnen-Storys (DER hatte ‘ne Freundin? Die würd ich gern sehen! Oder lieber nicht!),
- wilde was-bin-ich-mit-dem-Mofa-mit-20-Promille-den-Berg-runtergefetzt-Hymnen
anhören zu müssen!
Das Schlimmste ist: man kann nicht weg!
Und dann, nach über drei Stunden BLIBLABLU: 10 Eurocent Trinkgeld! In Worten: zehn!
Original-Zitat: “Mein Leben ist halt nur was für Hartgekochte!”
Da möchte man schreien! Hartgekochte was? Eierköpfe?
Ich brauch’ dringend ‘nen Job! ‘Nen richtigen! So mit Gehalt jeden Monat und Urlaub und wichtig!
Die Welt ist voller Flitzpiepen und die hängen irgendwie alle in meiner Nähe rum!
DAS treibt einen in den Alkoholismus!
Prost!
Reden Sie jetzt von der “Spelunke der Hoffungslosen” am See? Zapfen Sie dort weiterhin? Respekt, das würde ich nicht aushalten.
Aber Sie sind jung und brauchen das Geld, ich weiss….
Ihr Dr. Daumendrücker
Hä? Wovon zur Hölle reden Sie?
Nein, ein nagelneuer Job, ganz in der Nähe meiner neuen Bleibe!
Aber eine neue Bedienung zieht gescheiterte Existenzen irgendwie magisch an… Klar, die kennen ihre Anekdoten auch noch nicht!
Und leider bin ich bereits alt, brauche das Geld aber immer noch!
Liebe Grüße,
Frau M. Agnichtmehr
Ach M., Deine Worte rühren mich in meinem innersten. Immer wieder und immernoch. Beim Lesen Deiner sanften zeilen, muss an Deine säuselnde Stimme denken und nur so kommen diese Zeilen auch richtig zur Geltung. Ein Fielosoff könnte nicht besser, nicht tiefgründiger, nicht so spielerisch einem die Leiden für eine handvoll Nüsse näherbringen.
Hochachtungsvoll und noch ganz benommen von der Kraft deiner Worte,
Dein fehn,
Piefke