Chuck Norris made my day…

Was’n Scheißtag!
Ich wusste gar nicht, wie lange eine viertel Stunde sein kann, wenn man einfach nur dasitzt und die Zeiger anstarrt.
Ich habe diese Küchenuhr.
Sie sieht aus, wie ein Tetra-Pak Milch und als Sekundenzeiger läuft eine Kuh im Kreis.

Den ganzen Tag.
Die ganze Woche.
Das ganze Jahr.

Unbeirrbar.

Ich wünschte, ich wäre wie sie.

Unbeirrbar.

Bin vorhin nach Hause gefahren.
35 km.
Und am liebsten wäre ich weitergefahren.
Einfach weiter, um irgendwo anzukommen, wo alles anders ist.
Nicht besser. Nur anders.
Dieses Gefühl hinter mich lassen, dass alles irgendwie schon Mal dagewesen ist.

Andere Jahreszahlen.
Andere Orte.
Andere Namen.
Und doch alles gleich.

Nur dass in K. die Welt zu Ende ist.
Sackgasse.
Nur der See.
Im Auto habe ich mich gefragt, wie es wohl wäre, das Lenkrad loszulassen und zu nehmen, was kommt.
Meine einzige Erkenntnis: mein Auto zieht nach links.

Außerdem habe ich mich gefragt, warum mich Menschen immer noch, nach immerhin über 30 Jahren, derart entsetzen können.

Ich wünschte, ich könnte mich an eine Theke setzen und der Barkeeper würde mich kennen und ich könnte in mein Bier starren.
In mein siebenundzwanzigstes.
Und Chuck Norris würde neben mir sitzen und schweigen. (Immerhin hat mich die Polizei heute wegen ihm angehalten…, das wäre wohl das Mindeste!).
Und ich könnte dann nach Hause gehen.
Mit der Gewißheit, alles getan zu haben.

Aber so sitze ich hier und schreibe.
Und es ändert nichts.
So wie fast nie irgendetwas etwas ändert.

Ja, ja. Wahrscheinlich bin ich der Alien und alle anderen sind ganz normal.

Aber ich bemühe mich, das kannst Du mir glauben.

Nur - nach einigen Sätzen (lass es einige Wochen sein) - möchte ich nicht Mal im selben Telefonbuch stehen wie die…

Und das heute dann…

Für mich ist es so, dass ich mich frage, ob es solche Menschen, wie die in diesen Büchern, wirklich gibt.

Und wenn ja, wo zur Hölle sie sich rumtreiben!

Und dann wüsste ich noch gerne, wer die Antworten hat.
Und was sie kosten.

Sieht so aus, als müsste man warten.
Bis zum Ende.

Und während ich mein Bier trinke, habe ich beschlossen, alles zu ändern.
Wieder einmal.

Danke Chuck!

Veröffentlicht in: on Dezember 25, 2007 at 1:02 Uhr vormittags Kommentare (0)

Don’t mess with Texas

Habe das Wochenende mit einer belgischen Arbeitskollegin, deren holländischem Mann und ihren zwei Kindern in Holland verbracht und ungefähr 400 Weihnachtsplätzchen gebacken.
Nein, nicht SOLCHE Plätzchen… so richtige, mit Konfitüre und Kokos und sowas.
Eigentlich dachte ich, dass es ziemlich stressig werden wird, weil ich es nicht gewohnt bin, mit Kindern Zeit zu verbringen.
Aber es war richtig nett.
Habe stundenlang mit einem als “zwarte Piet” verkleideten
5-jährigen Tischfußball gespielt - in Zeitlupe.
Zuerst hatte ich mir überlegt, ihn aus pädagogischen Gründen platt zu machen.
Aber das habe ich verschoben. Zumindest bis er 7 ist.

Und gestern habe ich mich mit unseren texanischen Kollegen angelegt…
Rein trinktechnisch, versteht sich.
Junge, Junge, wo schütten die denn das ganze Zeug hin?
Aber als alter Dallas-Verehrer war es, als würde ich mit J.R. trinken und seine neueste Gemeinheit feiern.
Und jetzt bin ich seit 5.30 wach, verkatert und fühle mich wie Sue Ellen!

Tja, so ist das eben, wenn man nicht in der eigenen Liga spielt!

Veröffentlicht in: on Dezember 11, 2007 at 6:49 Uhr vormittags Kommentare (0)