Und plötzlich relativiert sich alles und man kann wieder atmen.
Nicht so unbefangen und selbstverständlich wie vorher. Aber das Atmen fällt nicht mehr so schwer.
Ich frage mich, was ich daraus gelernt habe und die erschreckende Antwort ist: NICHTS.
Wie in einem kitschigen Hollywood-Film war am 100. Tag die Antwort da und sie war so, wie ich sie haben wollte.
Aus dem Nichts, sollte man meinen.
Aber sie war teuer. Richtig teuer.
Sich einzugestehen, unzulänglich zu sein und trotzdem auf seinem Wert zu beharren ist harte Arbeit.
Rippen verheilt, Seele vernarbt.
Was bleibt ist ein dämliches Grinsen und Angst.
Richtige Angst.
Und die Gewissheit, dass das Leben nur von vorne kommt.
Die Entscheidung, stehen zu bleiben und zu nehmen, was kommt, trifft man nicht bewusst.
Ich jedenfalls nicht.
Und doch gibt es keine Alternative.
Für mich jedenfalls nicht.
Peter Steele hat einmal gesagt:
„Do not base your joy upon deeds of others. For what is given can be taken away.“
Aber wie das gehen soll, hat er für sich behalten.
Manchmal muss man eben einfach springen.
Und nehmen was kommt.
In der Hoffnung, es wird sich lohnen.
In der Hoffnung, es wird jemand da sein, der Dich auffängt.
Bedingungslos.
Stark genug.
Mutiger als Du selbst.
Und wenn man ganz ehrlich ist, hat man ohnehin keine Wahl.
Also: SPRING!